Aktuelle Nachrichten

06.01.2018 10:20

Was heisst denn das schon wieder?

Das neue Jahr hat angefangen und in vielen Einheiten steht die obligatorische Überprüfung der Führerscheine an. Doch was ...

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22.11.2017 18:31

VGB-Beitrag für Ehrenamtliche steigt

Die Verwaltungsberufsgenossenschaft teilte mit, dass der Beitragssatz für die freiwillig Versicherten im Ehrenamt 2018 auf 3,40 Euro je versicherter Person steigt. Bisher liegt der Beitrag bei 3,20 Euro.

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06.11.2017 11:51

Neues aus dem DGUV-Regelwerk

Änderungen im DGUV-Regelwerk:
Neu gefasst bzw. neu erschienen sind unter anderem:
• DGUV Information 205-027

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10.10.2017 11:13

Prävention gegen Übergriffe

Know-how: Schützen Sie Einsatzkräfte vor Aggressionen, Was früher undenkbar war, sei heute fast an der Tagesordnung ...

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Helme im Katastrophenschutz

Welcher Helm ist der richtige?

 

Die Frage, welcher Helm der richtige ist, lässt sich nicht so ohne weiteres beantworten. Grundsätzlich gilt: es ist für die Tätigkeiten in einer Bereitschaft oder Einheit des Katastrophenschutzes oder für den Rettungsdienst eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen. In dieser müssen, sofern Gefährdungen nicht vollständig durch technische oder organisatorische Maßnahmen aufgefangen werden können, auch Regelungen zum Tragen von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) getroffen werden.

Helme sind dann erforderlich, wenn der Kopf vor herabfallenden Gegenständen, pendelnden Lasten und Anstoßen an feststehenden Gegenständen schützen geschützt werden muss.
Industrie-Anstoßkappen (nach DIN EN 812) schützen dagegen nur vor dem Anstoßen an feststehende Gegenstände.

Die zu tragende PSA wird vom Unternehmer / Vereinsvorstand festgelegt. Welcher PSA von welchem Hersteller in welcher Ausführung getragen wird, sollte unter Einbezug der Helferinnen und Helfer, z.B. nach Trageversuchen, ermittelt werden.

 

Die Vielfalt der Normen

Je nach Gefährdung können Helme unterschiedlicher Normen eingesetzt werden. Hier einmal die wichtigsten:

DIN EN 397  Industrieschutzhelme
DIN EN 14052 Hochleistungs-Industrieschutzhelme
DIN EN 12492 Bergsteigerhelme
DIN EN 443 Feuerwehrhelme zur Brandbekämpfung in Gebäuden
DIN EN 16473 Feuerwehrhelme - Helme für die technische Rettung
DIN EN 16471 Feuerwehrhelme - Helme für die Wald- und Flächenbrandbekämpfung

Feuerwehrhelme nach DIN EN 443 sind speziell für die Gefährdungen bei Einsätzen der Feuerwehr in brennenden Gebäuden konzipiert. Sie müssen nicht nur der Einwirkung von Flammen widerstehen, sondern auch Schutz bieten, wenn brennende Gebäudeteile herabstürzen oder zusammenfallen. Ergänzendes Zubehör, z.B. Visiere, Gehörschutz, Funksprechausrüstung, usw., darf mit diesen Helmen nur eingesetzt werden, wenn dieses Zubehör vom Helm-Hersteller dafür ausdrücklich zugelassen ist.
Die Ausstattung von Helferinnen und Helfern in Hilfsorganisationen mit diesem Helmtyp stellt in fast allen Fällen eine unnötige (und teure) Überprotektion dar.

 

Der ideale Helm im Katastrophenschutz

Produktbeispiel Helm Venitex Diamond VNach einer beim Bundesverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) durchgeführten Gefährdungsanalyse (2007) reicht für weit mehr als 90% der Tätigkeiten in den Bereitschaften, Schnelleinsatzgruppen und Einheiten des Katastrophenschutzes ein Industrieschutzhelm nach DIN EN 397 aus. Bei speziellen Tätigkeiten in z.B. Bergrettungsdienst, Wasserrettungsdienst, in Fahrrad-, Motorrad- oder Reiterstaffeln oder aufgrund normativer Anforderungen (z.B. im Rettungsdienst) können Helme anderer Normen und Spezifikationen erforderlich werden.

Helme nach DIN EN 397 sollten die Zusatzoptionen "Verwendung bei Kälte -30°C" und "Schutz vor Niederspannung 440 VAC" erfüllen. Auch können die Zusatzoptionen "LD - erhöhter seitlicher Schutz" und "MM - Schutz vor Spritzern aus Schmelzmetall" je nach Tätigkeitsbereich sinnvoll sein. Zudem sollte der Helm über die Möglichkeit verfügen, einen 4-Punkt-Kinnriemen zu befestigen, der den Helm auch in kritischen Situationen sicher auf dem Kopf hält.

Produktbeispiel Petzl Vertex STGute Erfahrungen gibt es in Bereitschaften und Einheiten mit Helmen, die sowohl die Norm DIN EN 397 (Industrieschutzhelme) als auch die Norm DIN EN 12492 (Bergsteigerhelm) erfüllen. Diese Helme haben zudem in fast allen Fällen den Vorteil, das ergänzende PSA, z.B. Gesichtsschutz, Augenschutz, Gehörschutz, herstellerunabhängig verwendet werden kann.

Bekannte Hersteller (bis 80 €) sind Petzl, Camp, Venitex, Kask, Voss, Skylotec, SingingRock.

So genannte „Anstoßkappen“ nach DIN EN 812 dürfen nur eingesetzt werden, wenn "nur" die Gefahr des Anstoßens an feste Gegenstände besteht, sie sind kein Ersatz für Helme!

 

Der ideale Helm im Rettungsdienst

Die Norm für Rettungsfahrzeuge DIN EN 1789 gibt als Mindestanforderung einen Helm nach DIN EN 14052 (Hochleistungs-Industrieschutzhelm) vor. Leider gibt es nur wenige Hersteller für Helme dieser Norm, auch ist die Nutzung herstellerfremden Zubehörs bei diesem Helmtyp nicht möglich. Die DGUV Regel 105-003 gibt in der aktuellen Ausgabe als Mindestanforderung Helme nach DIN EN 443 (Feuerwehrhelme für die Brandbekämpfung in Gebäuden) vor, alternativ auch Helme nach DIN EN 16473 (Feuerwehrhelme für die technische Rettung).

Der Unternehmer / Vereinsvorstand muss im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung festlegen, ob diese Helme eingesetzt werden, oder ob Helme anderer Normen einen ausreichenden Schutz bieten.

 

Helme sind dann erforderlich, wenn der Kopf vor herabfallenden Gegenständen, pendelnden Lasten und Anstoßen an feststehenden Gegenständen schützen geschützt werden muss.
Industrie-Anstoßkappen (nach EN 812) schützen dagegen nur vor dem Anstoßen an feststehende Gegenstände.