Elektrische Anlagen und Betriebsmittel

Muss bei Stromaggregaten auch im Einsatz die Schutzleiterprüfung durchgeführt werden?

 

 

Bei Stromaggregaten nach alter DIN 14685 wurde zur Bedienersicherheit gefordert, das bei der Inbetriebnahme des
Stromaggregates die Verlängerungsleitungen, Leitungsroller, Lampen und andere Betriebsmittel mit Metallgehäuse auf ordnungsgemäße Funktion des Potentialausgleichs (Schutzmaßnahme: Schutztrennung und Potentialausgleich mit begrenzter Netzausdehnung) geprüft werden sollten.

Dazu sollte das Betriebsmittel angeschlossen und mit Hilfe der Prüfspitze die Durchgangsmessung am Schutzleiter (PE) als Potentialausgleichsleitung vorgenommen werden.


An dieser Vorgehensweise hat sich bei Geräten mit Schutzleiterprüfeinrichtung grundsätzlich nichts geändert.


Stromaggregate nach neuer DIN EN 14685 ab 12/2015

 Diese Art der Schutzleiterprüfeinrichtung ist in der Neufassung der DIN EN 14685 entfallen, da nach Ansicht des DIN-Normen-Ausschusses diese nicht mehr dem aktuellen Stand der VDE-Vorschriften und der Technik entspricht.


Empfehlung:
Der Unternehmer (Vereinsvorstand) ist verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung für die Nutzung elektrischer Betriebsmittel zu erstellen. In dieser Gefährdungsbeurteilung sind die Prüffristen, der Prüfumfang und die Qualifikation des Prüfers festzulegen.


Elektrische Betriebsmittel im Katastrophenschutz sollten in Anlehnung an den DGUV Grundsatz 305-002 „Prüfgrundsätze für Ausrüstung und Geräte der Feuerwehr“) mindestens jährlich gemäß DGUV Vorschrift 3 bzw. VDE 0701/0702 durch eine befähigte Person geprüft werden.


Ebenfalls sollte nach einer Benutzung in Anlehnung an den DGUV-Grundsatz eine Kurzprüfung (Sicht- und Funktionsprüfung) durch eine unterwiesene Person erfolgen, die auch eine Durchgangsprüfung des Potentialausgleichsleiters mit dem internen oder einem externen Messgerät beinhaltet.

 

Quelle: DIN Normenausschuss Feuerwehr