Aktuelle Nachrichten

06.01.2018 10:20

Was heisst denn das schon wieder?

Das neue Jahr hat angefangen und in vielen Einheiten steht die obligatorische Überprüfung der Führerscheine an. Doch was ...

Weiterlesen …

22.11.2017 18:31

VGB-Beitrag für Ehrenamtliche steigt

Die Verwaltungsberufsgenossenschaft teilte mit, dass der Beitragssatz für die freiwillig Versicherten im Ehrenamt 2018 auf 3,40 Euro je versicherter Person steigt. Bisher liegt der Beitrag bei 3,20 Euro.

Weiterlesen …

06.11.2017 11:51

Neues aus dem DGUV-Regelwerk

Änderungen im DGUV-Regelwerk:
Neu gefasst bzw. neu erschienen sind unter anderem:
• DGUV Information 205-027

Weiterlesen …

10.10.2017 11:13

Prävention gegen Übergriffe

Know-how: Schützen Sie Einsatzkräfte vor Aggressionen, Was früher undenkbar war, sei heute fast an der Tagesordnung ...

Weiterlesen …

Elektrische Anlagen und Betriebsmittel

Dürfen Leitungsroller aus Metall weiter genutzt werden?

 

Ein „Verbot“ für Leitungsroller mit Metallgehäuse besteht nicht.

Aktuell gültige Normen für Leitungsroller sind die DIN EN 61242, VDE 0620-300 “Elektrisches Installationsmaterial – Leitungsroller für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke”, die DIN 14680 „Feuerwehrwesen - Handbetätigte Leitungsrol­ler und Leitungstrommeln“ sowie die DIN EN 61316, VDE 0623-100 „Leitungsroller für industrielle Anwendungen“.

Daneben müssen Leitungsroller und Leitungstrommeln als Arbeitsmittel den Bestimmungen des Produktsicherheits­gesetzes (ProdSG) und der entsprechenden Verordnungen (hier 1. ProdSV) entsprechen.

 

Für die Auswahl und den Betrieb von Leitungsrollern bzw. ortsveränderlichen elekrischen Be­triebsmitteln hat der Unternehmer die Bestimmungen der DGUV-Vorschrift 1 (ehem. GUV-V A1 / BGV A1) „Grundsätze der Prävention“, der DGUV-Vorschriften 3 und 4 (ehem. BGV / GUV-V A3) „Elektrische Anlagen und Betriebsmit­tel“, sowie die Empfehlungen der DGUV-Information 203-005 (ehem. BGI 600) „Auswahl und Betrieb ortsverän­derlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbereichen“ und DGUV-Information 203-006 (ehem.BGI 608)  „Auswahl und Be­trieb elektrischer Anlagen und Betriebsmittel auf Baustellen“ und ggf. der DGUV-Information 203-004 (ehem. BGI 594) „Einsatz von elektrischen Betriebsmitteln bei erhöhter elektrischer Gefährdung“ in seine Überlegungen zur Gefährdungsbeurteilung mit einzubeziehen.

Die genannten DGUV-Informationen empfehlen für Leitungsroller und Leitungstrommeln, die bei „Bau- und Montagetätigkeiten“ einge­setzt werden, dass diese nach den Festlegungen für schutzisolierte Betriebsmittel gebaut sein sollen.

Als „Bau- und Montagetätigkeiten“ gelten Arbeiten zur Herstellung, Instandhaltung, Änderung und Beseitigung von baulichen Anlagen einschließlich der hierfür vorbereitenden und abschlie­ßenden Arbeiten.

„Festlegungen für schutzisolierte Betriebsmittel“ bedeuten, dass Konstruktionsteile, in denen sich elektrische Betriebsmittel, z. B. Steckvorrichtungen, Thermoschalter, Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD), befinden, von anderen elektrisch leitfähigen Konstruktionsteilen doppelt oder verstärkt isoliert sind und elektrisch leitende Verbindungen zwischen dem Schutzleiter der Steckvorrichtungen und anderen elektrisch leitfähigen Konstruktionsteilen nicht vorhanden sind. Tragegriff, Kurbelgriff und Trommelgehäuse müssen aus Isolierstoff bestehen oder mit Isolier­stoff umhüllt sein.

 

In Hilfsorganisationen sind jedoch häufig Leitungsroller und Leitungstrommeln aus Altbeständen (z.B. Bosch-Eisemann KSA 20) im Gebrauch, die nicht in jedem Fall den Anforderungen der BGI entsprechen.

Es sind aber auch Leitungsroller und Leitungstrommeln auf dem Markt, die den Anforderungen der DGUV-Informationen entsprechen, obwohl der Wickelkörper aus Metall besteht.

 

Empfehlungen zum Arbeitsschutz:
Leitungsroller und Leitungstrommeln im Bestand oder aus Bundes- und Landesbeschaffungen können im Einsatz weiterhin benutzt werden, wenn

 • die Leitungstrommeln / Leitungsroller mindestens mit Leitung H07RN-F 3G2,5mm² - oder gleichwertig oder besser -, und druckwasserdichten Schuko-Steckverbindungen IP68 oder CEE-Steckverbindungen mindestens IP67 und Überlastungsschutz ausgerüstet und die Schutzart mindestens IPX4 erfüllen,
 • die Leitungstrommeln / Leitungsroller den vorgeschriebenen Wiederholungsprüfungen in den vorgesehenen Abständen unterzogen wurden,
 •
die Leitungstrommeln / Leitungsroller an einen „besonderen Speisepunkt“ nach DIN VDE 0100 Teil 704 angeschlossen werden, zum Beispiel:
   •
Stromerzeuger mit Schutztrennung und Potentialausgleich und ggf. Isolationsüberwachung (z.B. Stromerzeuger nach DIN 14685) oder
    • Baustromverteiler nach VDE 0612, dessen Steckvorrichtungen bis AC 230 V/16 A und bis AC 400 V/32 A über eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) mit IΔN ≤ 30 mA geschützt sind, deren ordnungsgemäße Funktion vor Einsatzbeginn messtechnisch dokumentiert von einer Elektrofachkraft geprüft wurde.
 • Leitungstrommeln / Leitungsroller ohne Überlastschutz grundsätzlich nur vollständig abgewickelt betrieben werden.

 

Bei Anschluss an bestehende ortsfeste private Fremdnetze muss der Anschluss von Leitungstrommeln / Leitungsrollern grundsätzlich über Personenschutzschalter (Bauart „PRCD-S“ oder vergleichbar, Schutzart IP68) erfolgen.

 

Es wird empfohlen, bei Neuanschaffungen von Leitungstrommeln / Leitungsrollern auf die Einhaltung der Forderungen der DGUV-Information 203-005 (Kategorie K2 für Einsatz unter erschwerten Bedingungen) bzw. DGUV-Information 203-006 oder eines gleichwertigen Schutzes zu achten:
    • Leitung mindestens Ho7-RNF 2,5 mm²,
    • Steckverbindungen IP68 (Schuko) oder IP67 (CEE)
    • Gehäuse Schutzart mindestens IP X4

 

In Hilfsorganisationen sind jedoch häufig Leitungsroller und Leitungstrommeln aus Altbeständen (z.B. Bosch-Eisemann KSA 20) im Gebrauch, die nicht in jedem Fall den Anforderungen der DGUV entsprechen.